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Startseite - Feuerlaufen - Geschichte
Geschichte des Feuerlaufens
Feuerlauf
Feuerfestigkeit
Die Feuerprobe
Allgemeine Aspekte
Feuerlauf:
Das Feuerlaufen ist uralt und wird in vielen Religionen und Kulturen geschildert. Die Kahunas auf Hawaii sollen es geschafft haben, unverletzt über noch glühende Lava zu schreiten (immerhin mind. 1.000 Grad Celsius). Die Heiligen Männer auf Fiji gingen unverletzt über glühende Steine, in Ekstase tanzen in Hongkong Männer über Feuer, indische Yogis aber auch ganz normale indische Büßer gehen barfuß über die Glut des Feuers.
 

Im Norden von Spanien, in der Region Castilla y Leon, fast an der Grenze zum Baskenland (siehe Grafik), wird seit "ewigen Zeiten" in der Nacht von St. Johanns (23. Juni) die Zeremonie des Feuerlaufs durchgeführt (paso del fuego di San Pedro Manrique). Bei diesem Feuerlauf (paso del fuego) dürfen nur die Einwohner des Ortes über die glühenden Kohlen gehen . Die pasadores (Feuerläufer) gehen in die hoguera (Glutteppich). Die Region Castilla y Leon ist auch bekannt für den "Jakobsweg".

In Bulgarien laufen oder tanzen am Konstantin-Tag (21. Mai) Frauen barfuss über glühende Kohlen, mit Ikonen in Händen (ein Frühlingsfest). Auch auf Bali und Sri Lanka z.B. finden Feuerläufe innerhalb religiöser Feiern statt. In Nord-Griechenland tanzen die Anastenarides zu Ehren der Heiligen über das Feuer. Stundenlange Gebete und Gesänge sowie rhythmische Tänze haben die gleiche Wirkung wie eine Feuerlauf- Meditation.

Und natürlich zeigen auch viele Yogis, Fakire oder Shaolin-Mönche solch unerklärliche Meisterstücke, bei denen weder Hitze noch Kälte, Luftmangel, Fasten, Gift, Liegen auf Nagelbrettern, Körperdurchdringungen oder Gehen über glühende Kohlen, aufgestellte scharfe Messerklingen oder Glasscherben irgendwelche Schäden verursachen. Ein solches Phänomen kann man auch bei diversen Mentaltrainings-Seminaren kennenlernen, wenn z.B: zahlreiche Menschen mit bloßen Füßen völlig unverletzt entweder über glühende Kohlen oder auch über messerscharfe Glasscherben schreiten. Wir bekommen sozusagen diese fantastischen und von der Wissenschaft nicht erklärbaren Phänomene auch via TV tagtäglich ins Haus geliefert. Dennoch weiß ein Großteil der Bevölkerung noch recht wenig darüber.

 

Feuerfestigkeit:
Neben dem Feuerlaufen gibt es auch die erstaunliche Fähigkeit der Feuerfestigkeit. Es gibt zahlreiche, sehr gut dokumentierte Fälle darüber. Ein solch berühmter Fall war Nathan Coker, ein alter Schmied aus Maryland, er war der Sohn einer schwarzen Sklavenfamilie. Im Jahr 1871 hielt er vor einem Untersuchungskomitee eine rotglühende Schaufel so lange an seine Füße, bis sie abgekühlt war. Dann erhitzte er die Schaufel von neuem und leckte daran, bis seine Zunge schwarz wurde. Die New Yorker Zeitung Herald Tribune, die sich ausführlich und mit großer Begeisterung über diese Demonstration ausließ, berichtete, daß die Ärzte an Cokers Körper keinerlei Verletzungen feststellen konnten.
Aber bereits 60 Jahre davor verblüffte Josephine Girardelli im Jahr 1814 in London ihr englisches Publikum, als sie bei einer Vorführung ihre Hände in kochendem Blei wusch. Man sieht also, es gibt immer wieder verblüffende Demonstrationen, welch unglaubliche Leistungen die Menschen erbringen können.

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Die Feuerprobe - Kulturelle Zusammenhänge und Körpertechniken in der Praxis des Feuerlaufs.

AM - Zeitschrift der Gesellschaft für anthropologische Medizin

"Mit Clinia würde ich auch über das Feuer gehen" (Senofonte. Simposio, 16)

Paolo Bartoli Professor für kulturelle Anthropologie, am Institut für Ethnologie und kulturelle Anthropologie der Universität von Perugia.

"It should be our task, as anthropologists to experience others bodies through our own bodies and to learn more about some of somatic states that we can understand but about which we know little beyond the inadequate verbal descriptions of our society" (Blacking J. eur. 1977: 8)

Es gehört zu den Erfahrungen von Anthropologen sich mit Phänomenen und erstaunlichen Dingen auseinander zu setzen. Und eine Forschung über die Praxis des Feuerlaufens scheint dies auf den ersten Blick zu sein. Ich denke, daß es den Anspruch auf Legitimität hatt wenn ein neues Dokument oder eine Beifügung zu jenem Archiv internationales de tecniques corporelles in denen Levi-Strauss die Wichtigkeit der Körpererfahrung kommentierte indem er den Aufsatz von Mauss über die Körpertechniken kommentierte (Claude Levi-Strauss in MAUSS M. 1991 (1950): XIX) gibt. Um ehrlich zu sein hat diese Arbeit von Mauss vielleicht eher auf den täglichen sozial nützlichen Gebrauch des Körpers und auf das scheinbar natürliche hinweisend hat er überhaupt nichts über das Feuerlaufen gesagt. Dies erscheint eher seltsam wenn man bedenkt , daß er in seinem Aufsatz über die Wahrnehmung der Menschen über den Feuerlauf der alten Hirpi Sorani spricht. (MAUSS M. 1991 (1950): 371).

In Wirklichkeit ist die Ausübung des Feuerlaufes mit nackten Füßen über glühende Kohlen oder über glühende Steine eine körper-liche Technik, die normalerweise stark ritualisiert wurde und zu den erstaunlichsten und rätselhaftesten auf dieser Erde gehört, die je dokumentiert worden sind.

In der klassischen Welt ist die Zeremonie, die am meisten zitiert wurde, genau jene der Hirpi Sorani. Das war in den Bergen von Soratte im faliskischen Gebiet nicht weit von Rom. Und so schreibt Strabone: " Am Fuße des Berges ist die Stadt von Feronia gleichnamig mit einer eingeborenen Gottheit die sehr verehrt wird von den Bewohnern dieser Region. Ihr Heiligtum ist nahe der Stadt und dort wird ein seltsames Ritual ausgeübt. Die Gläubigen - besessen von der Göttin -laufen auf nackten Füßen über ein langes Stück Straße, das mit glühenden Kohle und Asche bedeckt ist, ohne sich dabei zu verbrennen. (Geografia, V, 2,9).

Der selbe Strabone (Geografia.XII, 2,7) erwähnt auch eine Zeremonie die in Castabala in Cappadocia ausgeübt wurde. Die Priesterin die dem Kult von Artemide Perasia geweiht war, lief barfuß über einen Glutteppich ohne sich dabei zu verletzen.
Das sind die 2 antiken Beispiele vom Feuerlaufen, die auch Frazer erwähnt in seinem Kapitel "The golden bough" das sich mit den Feuerfestivitäten beschäftigt und dort vergleicht er sie mit ähnlichen Ritualen die auf der ganzen Welt verteilt auch außerhalb von Europa zu finden sind (Frazer J. G. 1955 a (1913):1-20).
Was aber Europa betrifft, finden wir keine Notiz weder bei Frazer noch bei Schriftstellern wie de Martino, der sich ja sehr mit der Praxis über die Herrschaft des Feuers wie sie in Ozeanien oder auf den Fidschiinseln ausgeübt wird, auseinandergesetzt hat

In Wirklichkeit gibt es Feuerläufe noch immer in 2 Regionen Europas (2 sehr weit auseinander gelegene - eine im Westen und eine im Osten) unseres Kontinents. Eine befindet sich im Norden von Spanien, wo es einen kleinen Ort gibt Castilla y Leon fast an der Grenze zum Baskenland. Seit ewigen Zeiten wird dort in der St. Johannsnacht ein Feuerlauf gemacht bei dem aber über die glühenden Kohlen nur die Einwohner dieses Ortes gehen.

Die andere Gegend viel bekannter und untersuchter ist die an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland. Anläßlich des St. Konstantinsfestes am 20/21. Mai üben die Anastenarides einen zeremoniellen Feuertanz auf glühenden Kohlen aus. Dieses Ritual, das jedes Jahr im Aghia Eleni im griechischen Mazedonien stattfindet, ist vom amerikanischen Anthropologen Loring Danforth (DANFORTH L. 1989) untersucht wurden. Er hat es sehr genau beschrieben und die religiösen Aspekte untersucht, auch die Heilungsaspekte.

Daneben wie ein Gegensatz zum Vergleich der ethnoglogischen und ethnografischen Studie des mazedonischen Rituals Danforth zeigt eine Art des Feuerlaufens ganz und gar elaisch, die sich in den letzten Jahren in den USA nach und nach ausgebreitet hat und dort eine der vielen Therapien der Selbstverwirklichung ist, in denen sich die sogenannte New Age Bewegung ausdrückt. Es handelt sich dabei um Kurse, die vor allem von Leuten der weißen urbanen Mittelschicht mit einem höheren Bildungsgrad besucht werden.

Wenn man der Beschreibung des amerikanischen Anthropologen glauben will scheint es sich in Wirklichkeit um Kurse zu handeln die denen, die in verschiedenen europäischen Ländern angeboten werden, sehr ähnlich sind. Der Aktivste und Bekannteste in diesem Bereich ist vermutlich der deutsche Kurt Schweighardt, ein Naturmediziner der in USA in die Praxis des Feuerlaufes eingeweiht wurde. Er ist auch in Italien bekannt geworden, weil er auch den Journalisten Mino Damato vorbereitet hat, der dann in einem Livefilm im staatlichen Fernsehen einen Feuerlauf absolvierte.
Vor einigen Jahren hat er ein Buch herausgegeben, das sofort auch ins Italienische übersetzt (Schweighardt K. 1987 (1986)) wurde. Er ist auch in den letzten Jahren öfters in unserem Land gewesen und hat dort verschiedene Menschen auf den Feuerlauf vorbereitet. Diese enthält kurze Vorbereitungen in der Dauer von 2 Tagen die die Möglichkeit versprechen was auch dem Programm das demjenigen der anfragt geschickt wird "in sich selber zu investieren um ein positives kreatives und erfolgreiches Leben zu realisieren".

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Allgemeine Aspekte:

Wie viele gute Gelegenheiten zu einer Veränderung, einer Beziehung, einer neuen Arbeit, einem Projekt etc., haben wir in unserem Leben schon verpaßt, weil Angst uns daran hinderte? War es die Angst, einen Schritt ins Unbekannte zu tun? Oder war es die Angst, weil wir etwas Negatives erwarteten oder befürchteten..?
Wie auch immer, es ist oft sehr schwierig unsere Angst wahrzunehmen und anzuerkennen. Angst zu haben, ist nicht "in" - schon gar nicht über die Angst nachzudenken oder darüber zu reden. Aber jeder Mensch hat im Durchschnitt mehr als 200 Ängste. Deshalb fallen wir der Angst auch immer wieder zum Opfer und sind ihr öfter als man glaubt ziemlich hilflos ausgeliefert. Aber die Angst kann man in den Griff bekommen, eindämmen und in vielen Bereichen auch verabschieden, denn 95 % aller Ängste sind völlig unnötig.

Wenn Du das erste Mal vor der 800 Grad heißen Glut stehst, wird sich ein durchaus verständliches (natürliches) starkes Gefühl der Angst manifestieren und Dich mit allen Argumenten davon abhalten wollen, einen Fuß auf den Glutteppich zu setzen. In dieser Angst ist eine unglaubliche Menge an Energie gefangen, die aber dann, wenn Du über die Glut gehst, in Sekundenschnelle befreit und in heilende Kraft bzw. Freude transformiert wird. Ein gigantisches Erlebnis!

Feuerlaufen ist ein uraltes Ritual, das heute auf der ganzen Welt zum Glück wieder stärker praktiziert wird und nicht nur den "heiligen Männern" vorbehalten ist. Es hilft den Menschen, sich mit den universellen Urkräften der Natur zu verbinden und kann die Harmonisierung von Geist, Seele und Körper bewirken. Für viele Feuerläufer ist dies die wirksamste Methode, um auf dem spirituellen Weg, direkt Einheit mit den göttlichen Naturkräften zu erfahren.

Während der Vorbereitungen zum Feuerlauf hast Du die Möglichkeit, Dich mit Deinen Ängsten zu konfrontieren und auseinander zusetzen. Feuerlauf ist keine leichtsinnige Mutprobe, sondern ein sehr altes spirituelles Ritual, dem IMMER mit dem nötigen Respekt begegnet werden soll. Das gilt auch dann, wenn man schon zahlreiche Feuerläufe absolviert hat.

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