KIK-Logo
Kernkompetenz, Philosophie und KundenKIK-SeminarangebotNLP-, LRT- Feuerlauf- und MobbingseitenTermine und AnmeldungKIK-TrainerteamService- und Kundenseiten

Startseite - KIK-Spezial - Feuerlaufen - KIK-Feuerlauf - Presse
Leben & Karriere
.
Feuertaufedrei Feuerläufer
.
"Jedes Ziel ist erreichbar, es ist nur eine Frage der mentalen Stärke"
.
Beim Märchen "vom Tempel der 1000 Spiegel" sind alle elf Seminarteilnehmer noch ganz entspannt.
Es ist Freitag, der 19. April, 14 Uhr. Die glühenden Kohlen stehen erst um 20 Uhr auf dem Programm. Da begleiten alle noch gern den ängstlichen, kleinen Hund, der knurrend und zähnefletschend mitten in einer großen Halle steht. An den Wänden sind mehr als tausend Spiegel angebracht, die ihm in gleicher Weise Feedback geben. "Die Welt ist voll aggressiver Artgenossen", denkt der Hund und hält ab sofort Abstand oder wechselt schleunigst die Straßenseite, wenn ihm ein Vierbeiner begegnet.

Ein anderer Hund gerät ebenfalls in den Tempel der 1000 Spiegel. Er ist guter Dinge und wedelt erfreut mit dem Schwanz und sein Spiegelbild reflektiert genauso freundlich - tausendfach. "Die Welt ist voll freundlicher Artgenossen", denkt sich der Hund und geht auf alle Vierbeiner schwanzwedelnd zu... "Was hat das mit meinem Kontext zu tun?" scheinen sich die Seminarteilnehmer zu fragen. Hermann Krottenmaier, Trainer und Leiter der KIK-Erfolgsseminare, gibt die Antwort mit einem Stendahl-Zitat: "Was Du denkst, strahlst Du aus - und was Du ausstrahlst ziehst Du an." Genauso ist das mit dem Feuer? Genau. "Wir können durch unser Denken, durch unsere Glaubenssätze, die Zukunft entscheidend beeinflussen", sagt der Trainer und bedauert: "Leider setzen wir uns selbst immer wieder Grenzen. Viele Ziele erreichen wir allerdings erst durch das Überschreiten dieser Grenzen."

Beispiel Sport: Zahlreiche Sportler bereiten sich durch Mentaltraining auf ihre Wettkämpfe vor. Sie erleben die Zukunft voraus, entwickeln ein detailliertes Bild vom Zielzustand. Krottenmaier führt Extremsportler Wolfgang Fasching als Beispiel an. "Er hatte seinen Sieg klar vor Augen." Während seiner letzten Trans-amerikarallye saß Fasching 5000 Kilometer auf dem Rad und schlief pro Tag nur eineinhalb Stunden lang. Der Erfolg gab ihm Recht. "Er hat die Rallye mit 27 Stunden Vorsprung gewonnen."

Alles eine Frage der mentalen Stärke? Offensichtlich, sofern Training und Leistung passt. Denn dann "folgt die Realität dem Gedanken", verrät Krottenmaier eines der Gesetze aus dem mentalen Training. "Daher ist es wichtig, Gedankenkontrolle zu üben." Und sich - wenn nötig - auch ein wenig selbst zu belügen. "Wir gehen über kühles Moos", lautet nämlich die Zauber-formel für den Feuerlauf.

Doch soweit sind wir noch nicht. 16 Uhr, Ortswechsel in den Garten des Hotels Predinger Hof, in Preding bei Graz. Ein ganzer Wagen voll Holzscheite steht bereit, um verbrannt zu werden. Gemeinsam bauen die Teilnehmer den "Scheiterhaufen", etwa vier Meter lang, streichen ihn mit Brennpaste an. In kurzer Zeit brennt das Holz und entwickelt eine enorme Hitze. Langsam wird dem einen oder anderen etwas mulmig in der Magengegend. "Eine Herausforderung ist es schon, aber ich bin so ver-kühlt", fädelt die PR-Managerin ihren Rückzug ein. Und die Friseurmeisterin: "Ich weiß nicht, ob ich das schaffe." Die Herren sind hingegen noch ganz zuversichtlich: "Ich gehe auf jeden Fall", sagt der Abteilungsleiter einer Fensterbaufirma ganz bestimmt. Und der Vermögensberater nickt: "Wer über glühende Kohlen gehen kann, schafft auch alles andere."

Wolfgang Hauptwall, Krottenmaiers Co-Trainer, geht bereits zum vierten Mal über die glühenden Holz-stücke. Er beruhigt die Teilnehmer: "Mit der richtigen mentale Vorbereitungen, verbrennt man sich nicht die Füße."

18 Uhr, zurück im Seminarraum, langsam kommen Zweifel auf. Die Teilnehmer beginnen Fragen zu stellen. Wie heiß ist das Feuer? Hat sich schon mal jemand die Füße verbrannt? Was haben Sie für Erfahrungen?
Krottenmaier erzählt von seinem Teamcoaching mit 32 Bank-Austria-Managern in der Vorwoche. "Sie wußten in der Früh noch nicht, was sie am Abend erwartet. Aber alle sind über die Kohlen gegangen. Keiner hat sich verletzt."

Hermann Krottenmaier veranstaltet bereits seit mehr als zehn Jahren Feuerläufe. Fast 120 Holzstapel hat er seit 1992 abgebrannt, um den Weg über vier Meter glühende Kohlen zu ebnen. Noch nie ist etwas negatives passiert.

"Ist da irgendein Trick dabei?", will der Marketingleiter wissen. "Nein", meint Krottenmaier, er könne die Vorgänge zwar auch nicht erklären, "aber Messungen haben ergeben, dass die Holzkohlen immerhin eine Hitze von mindestens 600 - 800 Grad produzieren." Tatsachen, die nicht von der Hand zu weisen sind. Im übrigens funktioniere dieser Lauf auch, wenn es über messerscharfe Glasscheiben gehe. "Das der Feuerlauf gelingt, ist in der Tat nur eine Frage der richtigen Vorbereitung. Zentrieren, gedanklich ganz bei sich sein und einem Ziel entgegen laufen."

Zur Zielfindung lädt Krottenmaier zu einer Traumreise ein. In einer Art Trancezustand, die Augen geschlossenen, stellen sich die zukünftigen Feuerläufer vor, wie sie durch den Wald über kühles Moos gehen, zu einem Platz, an dem sie sich so richtig wohl fühlen. Immer wieder wird der Weg glühend rot, doch das Gefühl unter den Füßen bleibt wie kühles Moos. Der Weg führt uns zu unserem Ziel, Visionen werden Realität.

Zurück im hier und jetzt, schreiben alle Teilnehmer ihr Ziel auf ein Blatt Papier. Zur Erklärung führt Krottenmaier eine Studie an. "1953 hat eine Studie an Studenten der Yale Universität begonnen. Sie wurden nach ihren beruflichen Zielen befragt. 50 Prozent hatte keine genauen Vorstellungen, 47 Prozent wußte genau, was sie wollten und drei Prozent hatten ihre Ziele schriftlich fixiert." Ergebnis zehn Jahre später: "Die die ihre genauen Ziele aufgeschrieben hatten, waren wesent-lich erfolgreicher als alles siebenundneunzig Prozent zusammen."

19.30 Uhr, der Zeitpunkt des Feuerlaufs ist schon ganz nah. Kurzes Blitzlicht unter den Teilnehmern während sie ihre Ziel-Zettel ganz rituell verbrennen: "Ich bin total aufgeregt, will es endlich hinter mich bringen", so der Tenor in der Gruppe. Endlich gibt Hermann Krottenmaier, den Startschuß: "Ihr könnt' jetzt die Schuhe ausziehen. Ich fühle euren Puls und sage, wann ihr gehen könnt." Co-Trainer Hauptwall wagt den ersten Schritt. Ein paar Sekunden und er hat's geschafft. Unverletzt. Glücklich. "Es ist immer wieder eine Herausforderung." Dann läuft der Fensterbauer. "Ein Riesenerlebnis. Das vergesse ich nie." Und der Marketingleiter: "Genial. Ein toller Anker." Zuletzt nimmt auch die PR-Managerin all ihren Mut zusammen und geht - regelrecht in Zeitlupentempo - über die glühenden Kohlen. "Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn ich übers Feuer gehen kann, schaffe ich auch andere Dinge, vor denen ich vorher Angst hatte."
Daniela Hennrich .
..DAS ÖSTERREICHISCHE INDUSTRIEMAGAZIN. Nr. 7/8 - Juli/August 2002 .
Download PDF Format
  nach oben
< < < zurück weiter > > >
    Feuerlaufen KIK-Feuerlauf Ausbildung Geschichte Links
© 1999-2006 KIK-Seminare - 8042 Graz, Artur Michl G. 22 - Tel. +43 316 890314 Fax +43 316 890314 15 Mobil +43 664 3576236
 Home Spruch Forum Newsletter Impressum AGB E-Mail